Ein Herz für junge Leute - Kreisjugendring hat eine Geschäftsführerin | Drucken |

Kreisjugendpfleger Robert Sandig, Michael Wölfel, Vorsitzender Matthias Döhla, Stefanie Zahn, Landrat Bernd HeringBisher war der Kreisjugendring Hof einer der wenigen auf Landesebene, der keine hauptamtliche Geschäftsführung hatte. Diese Aufgaben erledigte bislang der Kreisvorsitzende Matthias Döhla. Umso mehr freut es ihn, dass nun der Landkreis Hof einen hauptamtlichen Geschäftsführer genehmigt hat; im Gegenzug wurde dafür die Verwaltungsstelle um eine halbe Stelle gekürzt. Döhla dankte ausdrücklich Landrat Bernd Hering sowie den beteiligten Ausschüssen.

Geschäftsführerin ist nun die 26-jährige Stefanie Zahn, eine "echte" Oberfränkin, die nun wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist. In Hof wurde sie zur staatlich anerkannten Erzieherin ausgebildet, anschließend absolvierte sie in Würzburg ein Sozialpädagogikstudium. Während dieser Zeit ist sie viel im Bereich Erlebnispädagogik, Streetwork, Jugendbildung und im familienentlastenden Dienst tätig gewesen. Nach dem Studium hatte es sie wieder in ihre Heimat zurückgezogen; zuletzt arbeitete sie im Landkreis Hof bei einem Bildungsträger in der beruflichen Rehabilitation. "Nun freue ich mich, dass ich zu meinem Steckenpferd, der Jugendarbeit, zurückkehren kann", sagte die neue Geschäftsführerin des Kreisjugendring.

Sie geht mit Elan an ihre neuen Aufgaben. Dazu gehören die Leitung der Geschäftsstelle in Konradsreuth, Verwaltungstätigkeiten und Finanzen, die Gremienarbeit sowie Beratung, Pressearbeit sowie die Ausarbeitung und Begleitung der zahlreichen Aktionen des KJR. Sie trägt die Verantwortung für die Sicherung der Rahmenbedingungen für den Jugendtreff "Gleis 2" in Schwarzenbach an der Saale und damit für das Erreichen der in der Konzeption gesetzten Ziele. Sie will Anregungen, aber auch Beschwerden entgegennehmen. Sie liebt die Begegnungen und den Umgang mit den vielen unterschiedlichen jungen Menschen und freut sich auf ihre Arbeit: "Mich begeistern ihre Ideen, ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Spontaneität, ihr Engagement für andere und ihr Humor."

Unterstützt wird sie in der KJR-Geschäftsstelle von Michaela Wölfel, die die laufenden Verwaltungs- und Sacharbeiten übernimmt. Die gelernte Steuerfachgehilfin war zuletzt im Landratsamt Hof tätig.

Auf eine gute Zusammenarbeit freut sich auch Landrat Bernd Hering, der viel Freude und wenig Ärger wünschte und sagte: "Gemeinsam werden wir alles überwinden." Ausdrücklich wies er auf den Besuch junger Menschen in der ersten Septemberhälfte aus dem polnischen Partnerlandkreis Ilawa hin. Gerade die deutsch-polnischen Begegnungen seien sehr wichtig. Für den Besuch wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm zum Thema "Freizeit und Ökologie" aufgestellt, an dem sich hoffentlich auch viele deutsche Jugendliche beteiligen. Der Landrat fände es auch prima, wenn sich Familien mit Jugendlichen finden, die bereit wären, bei sich zu Hause einen jungen polnischen Gast für sechs Tage aufzunehmen.

Kreisjugendpfleger Robert Sandig freute sich "mächtig über die Neubesetzung der Stellen", wie er sagte. Damit gehe ein lang gehegter Wunsch von Jugendring und Kommunaler Jugendarbeit in Erfüllung. Bis Ende des Jahres, in der Zeit der Einarbeitung der Geschäftsführerin, werde er den KJR noch im bisherigen Umfang betreuen. Ab 2012 wird sich Sandig verstärkt um die Umsetzung weiterer und neuer Aufgabenfelder in der Jugendarbeit kümmern, hier besonders in der Gemeindejugendarbeit sowie um den Ausbau der Offenen Jugendarbeit.

Bericht und Foto:
Helmut Engel
Frankenpost, 02.07.2011




 

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