"Nicht über, sondern mit Jugendlichen reden" ... der Kreisjugendring im Frühjahr 2011 | Drucken |

Zur diesjährigen Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings Hof konnte Vorsitzender Matthias Döhla eine große Anzahl der Delegierten der Mitgliedsverbände und Gäste im Philipp-Wolfrum-Haus in Schwarzenbach am Wald begrüßen. Unter den Gästen fanden sich die zugeordneten Kreisräte Renate McInnes und Fredi Häßler sowie Stadtrat Fredi Wunner, der als Jugendbeauftragter der Stadt Schwarzenbach/W. in Vertretung für den Bürgermeister Grußworte an die Versammlung richtete.  In seinem Jahresbericht hob Vorsitzender Döhla dann das Radio und TV-Angebot des Kreisjugendrings im abgelaufenen Jahr besonders hervor. Eine weitere Besonderheit des Jahres 2010 war die 3-Tages-Fahrt nach Berlin, ermöglicht auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg. Döhla nannte dies eine "Klasse Fahrt". Es wurde die Bundeszentrale für politische Bildung sowie das Familienministerium besucht. Ein Besuch einer Bundestagssitzung rundete die ersten beiden Tage ab. Besonders eingeprägt habe sich allerdings der Besuch des Stasigefängnisses in Hohenschönhausen, so Döhla. Hier führten keine Fremdenführer die Besucher durch das Gefängnis, sondern ehemalige Häftliche nahmen sich sehr eindruckvoll Zeit, um über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zu berichten.

Frühjahrsvollversammlung 2011

In seinen weiteren Ausführungen ging Matthias Döhla noch einmal auf die Änderungen in der Geschäftsstellenmitarbeit sowie über die geplante Neueinstellung eines Geschäftsführers ein. Weiter meinte er, dass die geplante Zivistelle aufgrund der Abschaffung des Wehrdienstes auch gekappt wurde. Weiterhin erwähnte er den Jugendaustausch, der im vergangenen Jahre wieder mit Jugendgruppen unseres Partnerlandkreises in Ilawa durchgefüht wurde.

Kreisjugendpfleger Robert SandigHaushaltsverantworlicher Daniel Schaller blickte in seiner Jahresrechnung auf das Haushaltsjahr 2010 zurück und gab über die Zahlen einen lebendigen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Jugendringarbeit.  Über die Gemeindejugendarbeit zog Kreisjugendpfleger Robert Sandig anschließend die Delegierten in seinen Bann. Er sprach von großen Veränderungen, die auf die Vereine und Verbände in den nächsten Jahren durch den Ausbau der Ganztagesschulen zukommen werden. Man müsse die "Vielfalt bewahren", so Sandig weiter. Die Jugendarbeit müsse in der Breite verteilt bleiben. So müsse die Gemeindejugendarbeit gestärkt werden; die offene Jugenarbeit und die verbandliche Jugendarbeit müssen sich verzahnen, was immer schwieriger werde. Er gab zu bedenken, dass die Schule einen Erziehungs- und einen Bildungsauftrag habe, wobei der Erziehungsauftrag in der öffentliche Debatte meist nicht vorkommt. Einen guten Schritt nannte er die Jugendparlamente und Jugendstadträte, die in einigen Städten unseres Landkreises bereits erfolgreich ihre Arbeit aufgenommen haben. Auch hob er die Jungbürgerversammlung in kleineren Gemeinden hervor. "Man darf nicht über die Jugend reden, sondern mit ihnen", so Sandig abschließend.

Der Vorsitzende Matthias Döhla bedankte sich dann noch beim Arbeitskreis "Jugend-TV", die vor der Vollversammlung ihre Arbeit im Foyer dokumentierten und das ein oder andere Interwiev führten, und schloss die diesjährige harmonisch verlaufende Frühjahrsvollversammlung.

 

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